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Ein Blick auf Lothar Späth aus der Perspektive eines langjährigen Begleiters

Unserem Bundestagsabgeordneten Steffen Bilger haben wir es zu verdanken, dass wir Dr. Albrecht Rittmann zu einem Vortragsabend über das Leben und Wirken von Lothar Späth begrüßen konnten. Über 30 Gäste haben sich im TSV-Vereinsheim Enzwiesen in Unterriexingen zusammengefunden, um mehr über den ehemaligen Ministerpräsidenten unseres Landes zu erfahren, der gerne auch das "Clevere" genannt wurde.

Der Jurist Dr. Albrecht Rittmann, hat dem Ministerpräsidenten Lothar Späth im Staatsministerium als Protokollchef gedient und so ganz eng mit ihm zusammengearbeitet. Dr. Rittmann beleuchtete für die Zuhörer den Lebenslauf und besonders die Amtszeit des Ministerpräsidenten Späth. 

Kurz nach seinem Eintritt in die CDU, schaffte Späth quasi aus dem Stand die Nominierung für das Landtagsmandat im Wahlkreis Bietigheim. Der CDU-Kreisvorstand meinte "der Mann hat Frische und Elan", das gefiel offensichtlich auch den Wählern. Späth gewann 1968 gegen Claus Weyrosta, einen sehr erfahrenen SPD-Politiker, das Direktmandat.  

1972 wurde Späth Vorsitzender der CDU-Fraktion im Landtag von Baden-Württemberg. Nachdem er mehrmals ihm von Ministerpräsident Filbinger angebotene anderweitige Ministerämter zunächst ausgeschlagen hatte, wurde er 1978 zum Innenminister ernannt. 

Nach dem Rücktritt von Hans Filbinger wurde Lothar Späth schließlich am 30. August 1978 zum fünften Ministerpräsidenten von Baden-Württemberg gewählt. Er konnte sich gegen den Stuttgarter Oberbürgermeister Manfred Rommel, der ebenfalls Ambitionen auf das Amt hatte, innerhalb der Landtagsfraktion durchsetzen. Nachdem Späth im Zusammenhang mit der „Traumschiff-Affäre“ Vorteilsnahme bei Ferienreisen vorgeworfen worden war, trat er am 13. Januar 1991 von seinem Amt als Regierungschef zurück und legte am 31. Juli 1991 auch sein Mandat als Landtagsabgeordneter nieder. 

Wirtschaft, Forschung und Kultur, diesen drei Schwerpunkten habe sich Späth als Ministerpräsident verschrieben, so resümiert Dr. Rittmann. In Späths Amtszeit seien viele Gründungen von wirtschaftsnahen Instituten gefallen. Späth habe ein Händchen dafür gehabt, schlecht genutzte Baudenkmale wieder mit Leben zu füllen. 

Der Vortrag von Dr. Rittmann wurde ergänzt durch die Schilderungen der Gäste. So berichtete Prof. Dr. Heinz Griesinger über die Unterstützung Späths für Annemarie Griesinger. Graf Leutrum bestätigte den ausgeprägten wirtschaftspolitischen Spürsinn Späths. Unser Landtagsabgeordneter Konrad Epple erzählte, wie die JU im Kreis Ludwigsburg mit ihren Anträgen manches Mal den Puls des Ministerpräsidenten ansteigen ließ.

Ein kurzweiliger und spannender Abend, der noch durch ein Grußwort unseres Bundestagsabgeordneten Steffen Bilger abgerundet wurde.

Bilder zum Abend finden Sie im Flicker-Album.

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