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Bundesregierung streicht Mittel für Sprach-Kitas - Wahlkreis Ludwigsburg stark betroffen

Steffen Bilger: „Hier wird an der falschen Stelle gespart. Das erfolgreiche Programm muss fortgesetzt werden.“ 

Die Bundesregierung will das 2016 eingeführte Programm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ einstellen und streicht damit die finanzielle Förderung von Sprach-Kitas. Kinder mit unterdurchschnittlichen Deutschkenntnissen bei der Einschulung haben auch in der Schule Nachteile, die später nur schwer ausgeglichen werden können. Hier setzte das von Experten äußerst positiv bewertete Programm an, um bereits in der frühkindlichen Bildung auf möglichst hohe Chancengleichheit hinzuarbeiten. Für jede Sprach-Kita wird bislang eine Fachkraft über den Bundeshaushalt finanziert. 248 Mio. Euro hat der Bund bislang dafür pro Jahr aufgewendet.

Der Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Ludwigsburg, Steffen Bilger, zum Entschluss: „Die Bundesfamilienministerin Lisa Paus (Grüne) spart an der falschen Stelle. Investitionen in frühkindliche Bildung sind für mehr Chancengleichheit nicht wegzudenken. Trotz expliziter Bekenntnisse im Koalitionsvertrag zur Weiterentwicklung des Programms jetzt die Fördermittel ersatzlos zu streichen, ist alles andere als fortschrittlich und vielmehr unzeitgemäß. Damit wird die selbst ernannte Fortschrittskoalition einmal mehr den eigenen Ansprüchen nicht gerecht.“ Jede achte Kindertagesstätte in Deutschland wird bisher durch das Programm Sprach-Kitas gefördert. Im Wahlkreis Ludwigsburg betrifft dies 46 Einrichtungen in den Kommunen Ditzingen, Eberdingen, Gerlingen, Hemmingen, Korntal-Münchingen, Kornwestheim, Ludwigsburg, Markgröningen, Remseck und Vaihingen/Enz. Wie und ob die über Jahre gewachsenen Strukturen erhalten bleiben können, ist äußerst fraglich. Die sehr kurzfristige Entscheidung der Bundesregierung lässt kaum Zeit zu handeln. 

Nach Ansicht des Abgeordneten Bilger setzt die Ampel damit zur falschen Zeit das falsche Signal: „Besonders Kinder haben die Einschränkungen während der Pandemie hart getroffen. Die Ampelkoalition gibt an anderer Stelle sehr viel Geld für politische Anliegen der drei Parteien aus. Für andere Programme die Mittel zu erhöhen und sie für die Förderung der Kleinsten zu streichen ist eine völlig falsche Prioritätensetzung.“

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