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Fördern und Fordern als beidseitige Verantwortung für Ankommende und Deutsche - Gelingende Integration benötigt klare Vorgaben

Mit den "Erwartungen vor Jahren zugewanderter Menschen an die deutsche Integrationspolitik" hat sich der Arbeitskreis Migration der hiesigen CDU befasst. Kiem - Tjwan Tjoa, CDU- Mitglied aus Asperg, der 1971 aus Indonesien nach Deutschland gekommen ist, hat zunächst sein Herkunftsland vorgestellt. Kultur, Sprache, Religionen und Gepflogenheiten seien auf den über 6.000 bewohnten Inseln, die diesen Staat bilden, sehr unterschiedlich, wobei der Islam als Religion in verschiedenen Ausprägungen vorkomme, eben nicht nur strenggläubig.

 

Nach Schilderung seiner eigenen Zuwanderungsgeschichte - die ihn eher zufällig als Student nach Deutschland geführt hatte - ging er auf seine persönliche Sicht zum Integrationsverständnis in. Dabei nahm er pointiert sowohl die Sichtweise eines hinzukommenden Ausländers wie auch angestammter Deutscher ein. Als Bitte fasste er seine Thesen an alle Migranten - also Zugewanderte früherer Jahrzehnte wie auch anerkannte Asylbewerber und Flüchtlinge der letzten Jahre - zusammen, als erstes die deutsche Sprache zu lernen, so schnell wie möglich Kontakt mit deutschen Bevölkerung aufzunehmen und gut zu pflegen, deutsche Werte ihrerseits zu akzeptieren und sich letztlich „wie Deutsche“ zu benehmen. Dieser Versuch, wie Deutsche zu leben, werde durch ein Festhalten an kulturkreisfremden Verhalten und Auftreten in der Öffentlichkeit gestört. Keiner solle vergessen, dass viele in Deutschland letztlich Gast seien und sich daher auch so verhalten sollten. Es sei ein Missverständnis, hierher zu kommen und genau so weiter machen zu wollen wie im Herkunftsland.

  

Als Deutscher mit Migrationshintergrund und nunmehr ausschließlich deutschen Pass richtete er die Bitte an die deutsche Bevölkerung, hinzukommende Ausländer auch weiterhin freundlich zu empfangen, zu betreuen und zu helfen. Man solle keine pauschale Angst vor Ausländer entwickeln. Es dürfe auch nicht vergessen werden, dass für viele langjährige hier lebende Zuzügler wie ihn nun Deutschland die neue Heimat sei. Er mahnte die Ansässigen jedoch auch, heutigen Neulingen deutsche Sprache und Werte beizubringen und Integrationsleistungen anzufordern. Auf Deutsch als Verkehrssprache müsse bestanden werden. Provokationen von einzelnen unbotmäßigen Migrantengruppen lehnte er ab; die Deutschen seien tolerant genug und dürften gerade nicht bei allem nachgeben.

 

Eine Diskussion zum Ausländer – und Asylrecht sowie zur aktuellen Integrationspolitik unter Leitung des Juristen Dr. Uttam Das rundete die Veranstaltung ab.

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